Starker Rumpf ab 50: Drei effektive Übungen gegen Rückenschmerzen
Laut eines Beitrags von Tom's Guide reichen drei zusammengesetzte Übungen, um einen stabilen, rückenschonenden Rumpf aufzubauen — ohne HIIT, ohne hunderte Crunches.
Stefan Dietrich·aktualisiert 15. September 2026

Der Core braucht keine Planke-Marathons
Was auf den ersten Blick wie ein Fitness-Trend aussieht, deckt sich erstaunlich genau mit dem, was eine gut geführte Asana-Praxis seit Jahrzehnten vormacht.
Drei Moves, ein Prinzip
Der Trainer setzt auf Compound-Übungen mit niedriger Belastung: ein Stand-Up-and-Over für die schräge Bauchmuskulatur und den tiefen Transversus abdominis, eine Kombination aus Planke und Downward-Dog-Tapping für den gesamten Körper mit isometrischer Spannung, sowie Hollow Holds mit Beinhebungen als isometrische Stabilisationsarbeit für Wirbelsäule und tiefe Rumpfmuskeln. Das Schema: 50 Sekunden Belastung, 10 Sekunden Pause, fünf Durchgänge.
Das Schema kennt jede_r ambitionierte Yogalehrer:in — Surya Namaskar A, fünf Runden, ruhiger Atem. Die Mechanik ist identisch: nicht die Wiederholung erzeugt Kraft, sondern die kontrollierte Anspannung über die Zeit.
Stehen statt Liegen
Fit&Well zitiert Courtney Goldate mit dem Argument, dass stehende Core-Übungen den Rumpf in einer natürlichen, alltagsnahen Position fordern — vom Einkauf tragen bis zum Greifen ins obere Regal. Wer morgens Tadasana fünf Minuten lang aufmerksam steht, weiß: Balancieren kostet mehr, als es aussieht. Haltung ist Arbeit.
Goldate empfiehlt zwei- bis dreimal pro Woche, mit zwei gleich schweren Kurzhanteln oder Kettlebells, notfalls auch gefüllten Wasserkäufen. Wer bereits mit Yogablöcken und einem Gurt trainiert, hat das Werkzeug längst in der Tasche.
Was das für die Praxis bedeutet
Die Botschaft für die Matte ist einfach: Wer seinen Rumpf stärken will, muss nicht auf dem Boden bleiben. Asanas wie Virabhadrasana III, Utthita Hasta Padangusthasana oder die Standhaltungen in Ashtanga fordern die tiefe Bauchmuskulatur in derselben Weise wie ein stehendes Core-Programm — nur mit feinerer Propriozeption.
Kontrolle schlägt Tempo. Spannung schlägt Wiederholung. Wer das nächste Mal eine Chaturanga-Dandasana hält, sollte den Atem nicht vergessen und das Becken nicht kippen lassen — dann trainiert der Rumpf bereits das, was jeder Personal Trainer empfehlen würde.